Langzeit-Blutdruckmessung

 

Bei der Blutdruckmessung gibt der obere (systolische) Wert den Druck an, der beim Zusammenziehen des Herzens entsteht, wenn das Blut in die Arterien gepumpt wird. Der untere (diastolische) Wert misst den Druck zwischen zwei Herzschlägen, wenn das Herz nach dem Pumpvorgang erschlafft und wieder beginnt, sich mit Blut zu füllen. Angegeben wird immer zuerst der systolische Wert, also z. B. 120/80. Von einem normalen Blutdruck eines erwachsenen Menschen spricht man bei einem systolischen Wert bis 130 mmHg und einem diastolischen Wert bis 80 mmHG. Der kontrollbedürftige Bereich beginnt bei 140 mmHg systolisch bzw. 85 mmHg diastolisch.

 

Äußere Einflüsse wie z. B. Stress wirken sich allerdings auf den Blutdruck aus, so dass die Messwerte abhängig von Situation und Tageszeit erheblich schwanken können. Um Hochdruckerkrankungen (arterielle Hypertonie) sicher erkennen zu können, gilt eine Langzeit-Blutdruckmessung als der höchste Standard. Dabei wird der Blutdruck mit einem kleinen Computer 24 Stunden lang kontinuierlich über eine Armmanschette gemessen. Die Manschette mit der elektronischen Steuereinheit wird in der Praxis angelegt und am nächsten Tag zurückgegeben. Die Auswertung zeigt, ob eine behandlungsbedürftige Hochdruckerkrankung vorliegt.