Herzinfarkt

 

Bei einem Herzinfarkt sterben Herzmuskelzellen ab, meist aufgrund eines akuten Verschlusses eines Herzkranzgefäßes. Wird die Blutversorgung nicht schnell wieder hergestellt, sterben die Herzmuskelzellen nach zwei bis vier Stunden ab. Ein Herzinfarkt ist lebensgefährlich. Er äußert sich durch Symptome wie z. B. Brustenge, Schmerzen im Bereich des Brustbeins und der linken Brustseite, Angst oder Schweißausbrüche. Nicht immer sind die Anzeigen eindeutig. Bei Symptomen, die auf einen Herzinfarkt hindeuten können, sollte unbedingt sofort der Notruf 112 erfolgen. Jede Minute, die eine Behandlung früher erfolgt, kann Leben retten.

 

 

 

 

Ursachen

In den allermeisten Fällen ist der Herzinfarkt die Folge einer Arteriosklerose der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit).

 

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt im Krankenhaus und richtet sich nach den Beschwerden des Patienten. EKG und die Analyse bestimmter Blutwerte (sog. Infarktmarker) geben in aller Regel eindeutige Hinweise, ob ein Herzinfarkt vorliegt oder nicht. Bei positivem Befund erfolgt relativ rasch eine Herzkatheter-Untersuchung, bei der das Gefäß, das den Infarkt verursacht hat, wieder durchgängig gemacht wird, um den Schaden am Herzmuskel so gering wie möglich zu halten.

 

Behandlung

Um eine ständige Kontrolle von Herz und Kreislauf zu gewährleisten und mögliche Komplikationen so früh wie möglich erkennen zu können, wird der Patient zunächst auf die Intensivstation der Klinik gelegt. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes ist abhängig von der Schwere des Herzinfarkts. Danach ist meist eine Anschlussbehandlung in einer Reha-Einrichtung notwendig. Im Rahmen der Nachbehandlung spielen Medikamente eine große Rolle. Diese werden in der kardiologischen Praxis individuell für den jeweiligen Patienten und seine Beschwerden bestimmt.